Rudi Rüben ist der Kopf hinter Vegan auf Bayrisch, einem Social-Media-Projekt, das traditionelle bayerische Küche mit pflanzlichen Zutaten neu interpretiert. Aufgewachsen in München und in einer Familie, in der früher noch ein Metzgermeister das Messer schwang, bekommt seine Geschichte eine unverwechselbare Note: Sein Großvater eröffnete in den 1960er-Jahren eine eigene Metzgerei im Herzen Münchens. Trotz dieses familiären Hintergrunds, oder vielleicht genau deshalb, entschied sich Rudi schon als Jugendlicher für ein vegetarisches, später für ein veganes Leben.
Heute zeigt er mit Kreativität, Dialekt und einer kräftigen Portion Humor, dass Schweinsbraten, Knödel und Co. auch ohne tierische Produkte wunderbar funktionieren. Auf seinem Instagram-Kanal präsentiert er Rezepte, kurze Videos und modern interpretierte Klassiker, stets mit einem Augenzwinkern und dem Wunsch, zu zeigen, dass Veganismus und bayerische Esskultur bestens zusammenfinden.
Über 70.000 Menschen folgen Rudi Rüben inzwischen auf Instagram, fast 15.000 bei Tiktok. So ist Rudi für viele zu einem kulinarischen Brückenbauer geworden, der die Wärme der Wirtshausküche in die Gegenwart eines zeitgemäß pflanzlichen Lebensstils holt. Ein entsprechendes Kochbuch oder besser gesagt eine Rezeptsammlung ist aktuell im Entstehen und wird voraussichtlich 2026 auf den Markt kommen.
Leberwurst
Arbeitszeit: 15 Minuten | Gesamtzeit: 1 Stunde 15 Minuten
Zutaten:
1 Zwiebel | 1–2 EL neutrales Pflanzenöl | 1 Knoblauchzehe | 250 g Kidneybohnen | 200 g Räuchertofu | 1 EL vegane Butter | 1 EL Olivenöl | 1 EL mittelscharfer Senf | 1 TL Paprikapulver | 2 EL getrockneter Majoran | etwas Salz und Pfeffer
Und so geht’s:
Zwiebel würfeln und in Öl glasig dünsten. Den gehackten Knoblauch dazugeben und etwa 2 Minuten mitbraten. Zwiebel und Knoblauch zusammen mit Kidneybohnen, Räuchertofu, Butter, Olivenöl, Senf, Paprikapulver und Majoran in einen Mixer geben und zu einer glatten, streichfähigen Masse pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Leberwurst vor dem Servieren mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen, damit sich die Aromen intensiv entfalten.
Obazda
Arbeitszeit: 15 Minuten | Gesamtzeit: 45 Minuten
Zutaten:
125 g veganer Camembert | 2 weiße Zwiebeln | 50 g vegane Butter | 50 g vegane Crème Fraîche | 1 TL Paprikapulver (edelsüß) | ½ TL Kümmel | 1 Schuss helles Bier (alternativ alkoholfrei) | etwas Salz und Pfeffer | etwas Schnittlauch
Und so geht’s:
Den veganen Camembert in eine Schüssel geben und mit einer Gabel fein zerdrücken. Eine Zwiebel sehr fein hacken und zusammen mit der Butter, der Crème Fraîche, dem Paprikapulver, dem Kümmel und einem Schuss Bier dazugeben. Alles gründlich zu einer cremigen Masse verrühren und mit Salz und Pfeffer nach Geschmack abschmecken. Für ein intensiveres Aroma den Obazdn mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen. Zum Servieren den Schnittlauch und die zweite Zwiebel in feine Ringe schneiden und damit den Obazdn garnieren.

Siehe auch: »Fein g’sungen und guat g’speist«
(nicht vegan!)




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