An Guadn. Des steht oft auf der Speiskarten von die urigen Wirtschaften, wenn’s die einheimischen Schmankerl anpreisen. Des machern d‘ Musikanten ja aa ganz gern und loben immer wieder die hiesigen Spezialitäten übern Schellnkönig: der Engelhart Xaverl die Dampfnudeln, der Lang Franzl ’s Rehragout und der Siegel Ralphi an Leberkäs.
Aber i fürcht, in Zukunft geht des nimmer so leicht. Als Großmutter hab i ja scho etliche Wechsel erlebt, bei die Hormone, bei der Mode und bei der Staatsform, aber was si neierdings bei der Ernährung ändert, is scho wirklich gaach. Hab i meiner Lebtag glaubt, Fleisch, Milch und Honig is gsund, hoaßt’s jetzt, die bescheren bloß Zucker, Krebs und Fettgewebe. Als tierische Lebensmittel sollt ma sowas eh nimmer mit am guadn Appetit, sondern höchstens mit am schlechten Gewissen essen. Und wenn i mir anschaug, wia die Viecherl manchmal g’halten werdn, is des gar net so verkehrt.
Drum bin i heitzutags meine Schöpfer bsonders dankbar, dass i als Kasperlpuppen auf d‘ Welt kemmer bin, do is mir die Esserei eh wurscht. Ihr dagegen miasst’s eich halt jetz wos einfalln lassen, wos’s in Zukunft auf eierne zünftigen Speiskarten schreibt’s.
Viel Spaß dabei wünscht eich,
Eier Großmutter.
P. S. Wobei ma auf die Eier aa besser verzichten sollt, zwengs der Massentierhaltung und dem Cholesterin.
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