DIS M

Zwischen Straßenmusik, Festivalbühnen und Chiemgauer Wurzeln

6. Juli 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

JÄM heißt der monatliche Musik- und Kulturpodcast von Katrin Auer. Und das Schöne am Podcast-Format ist, dass die Folgen zeitlich unbegrenzt hörbar und somit immer verfügbar sind. Natürlich kann es vorkommen, dass eine Folge besser zu einer Jahreszeit und den damit verbundenen Ereignissen passt, generell sind sie aber thematisch unabhängig und haben somit kein Ablaufdatum. In der »zwiefach« machen wir gerne Lust auf alte und neue Folgen. Überall wo es Podcasts gibt.
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»Kultur braucht keine Zwischennutzung.
Sie ist Dauernutzung!« (DIS M)

Wie fühlt es sich an, wenn aus Straßenmusik plötzlich große Festivalbühnen werden – und man sich trotzdem manchmal noch fühlt wie beim allerersten Auftritt?

In Folge #31 von JÄM sind Eli und Tobi von Dis M zu Gast. Die beiden Musiker aus dem Chiemgau sprechen über ihren Weg durch die bayerische Musiklandschaft, über Zufälle, Chancen und Entscheidungen, die oft erst im Rückblick wie ein Plan wirken.

Zu Beginn ihrer Laufbahn waren sie viel als Vorband von ­LaBrassBanda unterwegs. Eine Zeit, die für die Entwicklung der Band prägend war und ihnen Einblicke in das Leben auf Tour und auf größeren Bühnen ermöglichte. Heute spielen sie selbst auf Festivals und Konzertbühnen weit über die Region hinaus. Dennoch erzählen Eli und Tobi, dass das Gefühl vor einem Auftritt oft erstaunlich ähnlich geblieben ist. Die Nervosität, die Vorfreude und die Frage, ob alles gelingt, gehören nach wie vor dazu.

Im Gespräch geht es aber nicht nur um Konzerte und musikalische Meilensteine. Immer wieder führt der Weg zurück in den Chiemgau und zur Frage, welchen Einfluss Herkunft auf das eigene musikalische Schaffen hat. Dialekt spielt dabei eine besondere Rolle. Im Alltag sprechen die beiden ganz selbstverständlich Bairisch. Beim Songschreiben wiederum merken sie immer wieder, dass manche Begriffe im Dialekt genau den richtigen Ton treffen, während andere auf Hochdeutsch besser funktionieren. Ein spannender Einblick in einen kreativen Prozess, bei dem Sprache weit mehr ist als bloßes Transportmittel für Inhalte.

Auch die Zusammenarbeit mit Hans Söllner kommt zur Sprache – ebenso wie die Erfahrungen, die man sammelt, wenn aus Straßenmusik und kleinen Auftritten Schritt für Schritt eine feste musikalische Laufbahn wird.

Und dann wird das Gespräch plötzlich sehr münchnerisch: Eli und Tobi sprechen über die Kulturszene der Landeshauptstadt, über Kulturpolitik, Sichtbarkeit und die Frage, wie viel Raum bayerische Kultur heute eigentlich bekommt. Zwischen Weißwurst, FC Bayern und kulturellen Debatten wird deutlich, dass ihnen dieses Thema ebenso wichtig ist wie die Musik selbst.

Eine Folge über Wege, die nicht bis ins Detail geplant waren. Über eine gewachsene Haltung, über Sprache und Herkunft. Und über Musik, die sich nicht verbiegt – egal, ob auf der Straße oder auf der großen Festivalbühne.

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