Schöner kann man das Neue Jahr nicht beginnen – mit Singen, Musizieren, Tanzen und Theaterspielen in den schönen Räumen der Landvolkshochschule. Spielerisch und kreativ kann man so viele Facetten der Volksmusik entdecken. Für Familien ist diese Woche besonders gut geeignet (für Kinder ab dem Kindergartenalter). Anmeldeschluss 1. Oktober 2025.
Volkstanzkurs für Anfänger
An vier Übungsabenden lernen Sie erste Grundschritte, die weiter vertieft und gefestigt werden. Beim Tanzabend am 27. November können die erworbenen Tanzkenntnisse ausprobiert werden. Anmeldung über die VHS Amberg-Sulzbach. Tanzleitung: Simone Lautenschlager.
Josefshaus, Kolpingstraße 8, Hirschau • Montag, 2., 9., 16. und 23. November 2026, 19.30 Uhr
»Volksmusi måg i«
Junge Volksmusikantinnen und -musikanten zwischen 12 und 25 Jahren sind eingeladen, unter dem Motto Volksmusi måg i ein Wochenende mit Singen, Musizieren und Tanzen zu verbringen. Es gibt so viele volksmusikinteressierte, junge Menschen und in Waldkraiburg kommen sie zusammen. Zielsetzung ist überlieferte bairische Volksmusik in verschiedenen Ausprägungen zu erleben, gesellige Lieder gemeinsam zu singen, erste Tanzschritte und Volkstanzformen kennenzulernen und einzuüben und natürlich auch Kontakte unter Gleichgesinnten zu knüpfen. Unter Anleitung von erfahrenen Referentinnen und Referenten wird mit Blech- und Holzblasinstrumenten sowie mit Saiten- und Streichinstrumenten musiziert.
Haus Sudetenland, Keplerweg 2a, Waldkraiburg • 6.–8. November2026
Zwiefachtanzkurs
Die Besonderheit des Zwiefachen besteht im regel- aber auch unregelmäßigen Wechsel zwischen Dreivierteltakt (Walzer) und Zweivierteiltakt (Dreher). An zwei Übungsabenden werden wir Ihnen ein Grundgefühl für diesen Taktwechsel vermitteln, so dass auch Sie in Kürze einige Zwiefache beherrschen. Anmeldung über die VHS Amberg-Sulzbach. Tanzleitung: Simone Lautenschlager.
Josefshaus, Kolpingstraße 8, Hirschau • Dienstag, 10. November und Donnerstag, 19. November 2026, 19.30 Uhr
»Singen, das ist wunderbar«
Vor zwanzig Jahren haben wir das erste Mal unter diesem Motto zum Chorsingtag eingeladen. Deshalb werden wir eine Auswahl der schönsten Chorsätze der letzten zwanzig Jahre für die Teilnehmer aussuchen. Lieder fürs ganze Jahr, aber natürlich auch Lieder für die anstehende Advents- und Weihnachtszeit warten darauf, dass wir sie gemeinsam zum Klingen bringen. Die leicht singbaren Sätze orientieren sich an der überlieferten Mehrstimmigkeit. Wir freuen uns auf einen klangvollen Tag! Referenten: Benjamin Schmid, Eva Horner und Dagmar Held.
Kloster Holzen, Klosterstr. 1, Allmannshofen • Samstag, 14. November 2026, 9.30 – 17.00 Uhr
Musikantenstammtisch mit Offenem Tanzen
Die Gelegenheit, das Gelernte anzuwenden und Tanzvergnügen zu erleben! Musikanten, die Lust am freien Zusammenspielen haben, sind dazu herzlich eingeladen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Anmeldung und Infos: +49 951 18972105 oder kufa@lebenshilfe-bamberg.de, Leitung: Carolin Pruy-Popp, Martin Hick u. a.
KUFA Kulturfabrik – Kultur für Alle, Ohmstr. 3, Bamberg • Mittwoch, 18. November 2026, 19.00 – 22.00 Uhr
»Gönn dir ein Lied …«
Ein unterhaltsamer und lehrreicher Abend zum Thema Der Mensch und das Singen. Neben der Darbietung von Hintergrundwissen über das Singen, wollen wir bei dieser Veranstaltung auch viel aktiv miteinander singen – vom Allgäuer Jodler über die niederbayerische Ari bis zum fränkischen Kirchweihlied. Referenten: Dagmar Held, Simone Lautenschlager, Carolin Pruy-Popp, Franz Josef Schramm und Franz Schötz.
Historische Kelterhalle, Hauptstr. 49, Eibelstadt • Sonntag, 27. September 2026, 19.00 Uhr
»Wie wohl isch mir dahoba«
Beim Singen und Jodeln den Alltag vergessen, das eigene Lieddepot mit neuen Schätzen füllen oder seinen eigenen Klang beim Jodeln finden. Und eine schöne Bergwanderung gibt es obendrauf, bei der wir so manchen Jodler von Berggipfel zu Berggipfel schicken. All das kann man an diesem Wochenende erleben. Referenten: Dagmar Held, Eva Horner und Christoph Lambertz.
Berghaus Kahlrückenalpe, Sigiswang 32, Ofterschwang • 2.–4. Oktober 2026
TanzFabrik
An drei aufeinander aufbauenden Abenden werden Großtanzformen wie Française, Lanciers oder Polonaise-Figuren vermittelt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Leitung: Carolin Pruy-Popp, Martin Hick u. a., Anmeldung und Infos: +49 951 18972105 oder kufa@lebenshilfe-bamberg.de.
KUFA Kulturfabrik – Kultur für Alle, Ohmstr. 3, Bamberg • Mittwoch, 7. und 21. Oktober, 4. November 2026, 19.00 – 21.00 Uhr
Fortbildungstag für Streicher und Bläser
Was macht eine fetzige Tanzmusik aus? Wie muss gespielt werden, damit es die Tänzer in den Füßen juckt? Diesen und dergleichen Fragen widmen wir uns einen ganzen Tag lang. Erfahrene Referentinnen und Referenten zeigen, wie das funktioniert. Auf Wunsch ist eine auf komplette Gruppen zugeschnittene Fortbildung möglich. Leitung: Simone Lautenschlager.
Anton-Bruckner-Gymnasium, Hans-Adlhoch-Straße 23, Straubing • Samstag, 10. Oktober 2026, 10.00 – 18.00 Uhr
Geistliche Volksmusik
Seit jeher hat die Volksmusik in ihrer Schlichtheit kirchliche Fest- und Trauertage begleitet. Es gibt unzählige Marienlieder, Advent- und Weihnachtslieder, Lieder für Hochzeit und Taufe, für Begräbnisse und zur Umrahmung des Gottesdienstes. Doch immer wieder tauchen Fragen bei Gesangsgruppen und Laienchören auf: Welches Lied passt an welcher Stelle im Gottesdienst? Wie viele Stücke und Lieder brauche ich bei einer Trauung oder Taufe? Bei dieser Fortbildung unter der Leitung der studierten Chorleiterin Eva Neuner sowie Ulrike Kagermeier-Cesak werden die einzelnen liturgischen Abläufe vorgestellt und passendes Liedmaterial dazu ausgewählt. Darüber hinaus gibt es vielfältiges Notenmaterial zum Stöbern – von alten überlieferten Liedern bis hin zu neu komponierten Messen. Ergänzend werden Stimmbildung und Weisenblasen durch Albert Neuner angeboten.
Regens-Wagner Rottenbuch, Klosterhof 7, Rottenbuch • Samstag, 10. Oktober 2026, 10.00 Uhr
Niederbayerischer Tanzboden
Kommen Sie und tanzen Sie mit! Mit traditioneller Tanzbodenmusik lädt die Blaskapelle Ochsentreiber im Rahmen des Internationalen Musikfestivals Bluval zum Tanz ein. Karten gibt es an der Abendkasse.
Gasthaus Häuslbetz, Straubinger Str. 10, Haselbach • Samstag, 10. Oktober 2026, 20.00 Uhr
Ari’n-Wanderung
Die Ari ist das Gegenstück zur oberbayerisch-österreichischen Weis’ und zum älplerischen Jodler. In Form einer Ari’n-Wanderung marschieren wir in der grandiosen, frühherbstlich gefärbten Landschaft des Bayerwalds, abseits der großen Tagesausflügler-Ströme und singen dazwischen verschiedenste Ari›n. Leitung: Simone Lautenschlager.
Treffpunkt Busparkplatz am Dorfplatz Lindberg • Sonntag, 11. Oktober 2026, 9.00 – 15.30 Uhr
Lied, Musik und Tanz in Niederbayern
Singen, Musizieren und Tanzen tut dem Körper und der Seele gut. Nutzen Sie das Niederbayerische Herbstseminar als Zapfsäule für überlieferte Lieder, Musikstücke und Tänze und tanken Sie Ihren Akku wieder auf. Leitung: Simone Lautenschlager und Veronika Keglmaier.
Jugendbildungsstätte Windberg, Pfarrplatz 22, Windberg • 23.–25. Oktober 2026, 13.00 Uhr
Konzertina- und Bandoneonspielertreffen
Geboten wird feine, schmissige Konzertina- und Bandoneonmusik in konzentrierter Form. Dieses Treffen ist zu einer der wichtigsten Anlaufstellen für Spieler dieser Instrumente und Interessierte aus ganz Deutschland herangewachsen. Leitung/Koordination: Carolin Pruy-Popp.
Drossenfelder Bräuwerck AG, Marktplatz 2a, Neudrossenfeld • Sonntag, 25. Oktober 2026, 13.00 Uhr
Volkstanzspektakel
Auf der offenen Tanzbühne unterm Straubinger Stadtturm bieten im Rahmen des Internationalen Musikfestivals Bluval die zwei bekannten Musikkapellen 5 Seen Bladlmusi und d’ Wadlbeißer herzerfrischende bayerische Tanzmusik für jedermann zum Mittanzen.
Stadtplatz Straubing • Samstag, 26. September 2026, 14.00 – 17.00 Uhr
Fränkische Online-Singstunden
Auch weiterhin sind alle zu den fränkischen Online-Singstunden eingeladen, den virtuellen volksmusikalischen Hausbesuchen, um Menschen im eigenen Umfeld zum Selber-Singen anzuregen – ob allein, zu zweit, mit der Familie oder mit Freunden. Egal, ob singerfahren oder nicht – alle sind willkommen! Bei Interesse ist eine kurze formlose Anmeldung per Mail erforderlich: fj.schramm@heimat-bayern.de.
Online • Freitag, 25. September, 30. Oktober, 27. November, 21. Dezember 2026, 20.00 Uhr
Offenes KUFA Singen
Singen ist gesund, hält fit, bewegt die Emotionen und fördert Glücksgefühle. Kurzum: »Sing und es geht dir gut!« In Gemeinschaft singen verbindet und potenziert diese Eigenschaften. Vermittelt werden regionale und regional gewordene Lieder. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Singleitung: Carolin Pruy-Popp.
KUFA Kulturfabrik – Kultur für Alle, Ohmstr. 3, Bamberg • Mittwoch, 23. September, 19.00 – 21.00 Uhr
Musikalischer Frühschoppen
Die Foid’nziaga aus Leiblfing gestalten mit ihrer traditionellen bayerischen Musik einen Frühschoppen im Rahmen des Internationalen Musikfestivals Bluval.
Kulturstadl Münchshöfen, Münchshöfen 2, Oberschneiding • Sonntag, 20. September 2026, 10.30 – 13.00 Uhr
37. Oberfränkisches Volksmusikfest
Volksmusikklänge im gesamten Stadtgebiet von Münchberg. Musikensembles laden zum Mitsingen, Mittanzen, Zuhören und Genießen ein.
Stadtgebiet Münchberg • Sonntag, 20. September 2026, 13.30 – 17.00 Uhr
Feierabendwanderung
Ein besonderer, gemeinsamer Abendspaziergang in herrlicher Natur. An ausgewählten Orten auf dem Rundweg werden Lieder gesungen sowie historisch Wissenswertes und Anekdoten vermittelt. Referenten: Carolin Pruy-Popp, Dr. Adrian Roßner und Rainer Schreier.
Treffpunkt Bushaltestelle »Schule«, Bischofsgrün • Mittwoch, 18. September 2026, 18.00 Uhr
Nachtfahrt – Konzert mit den Liadhabern
Man kann nie genug Lieder haben! Deshalb haben sich die Liadhaber auf die Suche gemacht nach geheimnisvollen Balladen, frechen Wirtshausliedern und gefühlvollen Abschiedsliedern. Der Gruppe um die Volksliedforscherin Dagmar Held liegen besonders Lieder am Herzen, die in den letzten Jahrzehnten in den Wirtshäusern, Wohnzimmer und Küchen in Bayerisch-Schwaben und ehemals deutsch besiedelten Orten in Südosteuropa aufgezeichnet wurden In ihrem Programm begeben sich die Liadhaber auf große Nachtfahrt – sei es nun in den finsteren Wald, ins Schlafzimmer einer Mühle, unters Fenster der schönen Nachbarstochter oder aufs gemütliche Kanapee. Mit Geige, Klarinette, Harmonika, Harfe und Bass abwechslungsreich begleitet, verzaubern diese Lieder noch heute durch ihren Witz und ihre Poesie. Die Liadhaber sind Dagmar Held (Gesang), Christoph Lambertz (Gesang, Klarinette), Johannes Sift (Geige, Harmonika), André Schubert (Harfe) und Hansjörg Gehring (Kontrabass).
Kulturstadl, Hauptstraße 13, Wörleschwang • Freitag, 11. September 2026, 20.00 Uhr
Jodeltag am Berghof Agatharied
Ziel dieses Fortbildungstages ist es, die Grundlagen des Jodelns kennenzulernen und an ausgewählten Beispielen gemeinsam einzuüben. Gemeinsam mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden wir mehrstimmige Jodler erarbeiten und zum Klingen bringen. Traudi Siferlinger, wird in ihrer frischen und ungezwungenen Art gemeinsam mit ihrem Bruder Hermann Siferlinger unterschiedliche mehrstimmige Jodler anstimmen – von kraftvoll bis getragen. Ob Kanon, zwei- oder dreistimmige Jodler – Mitmachen kann jeder. Tauchen Sie gemeinsam mit der Musikpädagogin Traudi Siferlinger in die Vielfalt der alpenländischen Jodler ein und freuen Sie sich auf ein besonderes Klangerlebnis, das nur im gemeinsamen Singen entstehen kann.
Berghof Hofer, Berg 112, Hausham/Agatharied • Samstag, 12. September 2026, 9.00 Uhr
Konzertina lernen im Frankenwald/Fichtelgebirge
Eingeladen sind alle, die das musikantische Spiel auf der Konzertina erlernen oder weiter vertiefen möchten. Helmut Spörl, ein erfahrener Konzertinamusikant und Kenner dieses Instruments, betreut die Teilnehmer individuell. Mietinstrumente können zur Verfügung gestellt werden. Die Uhrzeit wird in persönlicher Absprache vereinbart. Leitung und Anmeldung bei Helmut Spörl unter +49 9288 6986. Terminänderungen vorbehalten. Mitveranstalter: Bezirk Oberfranken
Oberfränkisches Bauernhofmuseum, Kleinlosnitz 5, Zell • Samstag, 12. und 26. September, 10. und 24. Oktober, 7. November 2026
Konzertina-Herbstkurs
Eingeladen sind alle, die das musikantische Spiel auf der Konzertina erlernen oder weiter vertiefen möchten. Ob Gruppenunterricht oder Einzelstunden – Andreas Riedel vermittelt bei vollem Engagement sein Können auf dem Instrument. Mietinstrumente können zur Verfügung gestellt werden. Infos und Anmeldung bei der Beratungsstelle Bad Berneck. Leitung: Andreas Riedel.
Büro der Beratungsstelle für Volksmusik in Franken, Bahnhofstr. 81, Bad Berneck • Kurs I: Mittwoch, 16. und 30. September, 28. Oktober 2026, 16.00 Uhr | Kurs 2: Donnerstag, 24. September, 8. Oktober, 5. November 2026, 16.00 Uhr
Konzertina-Herbstkurs Frankenwald/Fichtelgebirge
Eingeladen sind alle, die das musikantische Spiel auf der Konzertina erlernen oder weiter vertiefen möchten. Helmut Spörl, ein erfahrener Konzertinamusikant und Kenner dieses Instruments, betreut die Teilnehmer individuell. Mietinstrumente können zur Verfügung gestellt werden. Die Uhrzeit wird in persönlicher Absprache vereinbart. Leitung und Anmeldung: Helmut Spörl +49 9288 6986.
Oberfränkisches Bauernhofmuseum Kleinlosnitz, Zell • Samstag, 29. August, 12., 26. September, 10., 24. Oktober und 7. November 2026
Konzertina – lernen und spielen, Bad Berneck
Eingeladen sind alle, die das musikantische Spiel auf der Konzertina erlernen oder weiter vertiefen möchten. Ob Gruppenunterricht oder Einzelstunden – Andreas Riedel vermittelt bei vollem Engagement sein Können auf dem Instrument. Mietinstrumente können zur Verfügung gestellt werden. Infos und Anmeldung bei der Beratungsstelle Bad Berneck. Leitung: Andreas Riedel.
Büro der Beratungsstelle für Volksmusik in Franken, Bahnhofstr. 81, Bad Berneck • Mittwoch, 16. September, 30. September und 28. Oktober 2026, 16.00 Uhr
Wirtshaussingen im Alten Simpl
Ein Stück lebendige Münchner Geschichte erwartet die Teilnehmer im Traditionswirtshaus Alter Simpl. Für alte Volksmusikhasen und komplett Ahnungslose, die Lust am Singen haben und in ungezwungener Atmosphäre Münchner Wirtshauskultur erleben und gestalten wollen. Die Teilnahme ist kostenlos. Einfach vorbeikommen und mitsingen. Singleitung: Severin Onderka.
Alter Simpl, Türkenstraße 57, München • Sonntag, 26. Juli, 31. August und 27. September 2026, 17.00 Uhr
Volksmusik.Session
Singen, Spielen, Tanzen und Ratschen. Alles, was Spaß macht. Wir laden ein zum Musikantenstammtisch, bei dem jeder und jede zum Verlauf des Abends beiträgt. Jedes Mal neu, jedes Mal anders. Zur Eröffnung führt eine Gruppe drei Stücke vor, bevor die Session für alle offen ist.
Fraunhofer Kulisse, Fraunhofer Str. 9, München • Mittwoch, 8. Juli und 9. September 2026, 19.00 Uhr
Offenes Singen und Musizieren
Gesungen werden in lockerer Runde schöne Jodler, Wirtshauslieder und zur Jahreszeit passende boarische Lieder. Wer ein Instrument spielen kann, darf dieses gerne mitbringen. Wer vorab üben möchte, kann die Noten mit einer kurzen E-Mail (hackbrett@online.de) erhalten. Keine Anmeldung erforderlich. Leitung: Angelika Weber.
Schützen- und Trachtenheim, Schwimmbadstraße 20, Feldkirchen-Westerham• Mittwoch, 8. Juli und 16. September 2026, 19.30 Uhr
Von niederbayerischen Landlergschwistern in München
Text: Rudolf Neumaier Fotos: Thomas Pfahler, Archive Gröller und Schmelz
Sebastian Gröller und Alois Schmelz teilen sich ein Büro. Sie haben ihre Schreibtische so eingerichtet, dass sie vis-à-vis sitzen. Beim Leiten einer Volksmusik-Abteilung gilt das Gleiche wie beim Musizieren selbst: Blickkontakt ist immer hilfreich. So bleibt man gemeinsam im Schwung.
Im September hat das Duo Gröller & Schmelz beim Bayerischen Landesverein für Heimatpflege angefangen. Als erste Doppelspitze in der Geschichte des bald 125 Jahre alten Landesvereins. Ihnen deswegen gleich einträchtigste Brüderlichkeit anzudichten, wäre übertrieben, auch wenn sie beide aus Niederbayern und von der eher blechernen Volksmusik stammen und sich gemeinsam beworben haben, um dieses bedeutende Amt, das sie sich als Doppelspitze teilen. Gröller, Jahrgang 1993, kommt aus Arnbruck im Landkreis Regen, der 24 Jahre ältere Schmelz aus Malching im Rottal.
Gschwister
Dennoch ist verbrieft, dass es sich bei den beiden Herren um Geschwister handelt: Beide gehören der Münchner Musikgruppe G.Rag und die Landlergschwister an. Schmelz war schon bei der Gründung vor genau 20 Jahren dabei, Gröller kam in der Corona-Zeit dazu.
Diese Landlergschwister sind eine außergewöhnliche Truppe in der Volksmusik-Szene. »Ich würde es auch eher als offenes sozialintegratives Musikprojekt bezeichnen«, sagt Alois Schmelz. Eine verwandtschaftliche Beziehung gibt es: Die Klarinettistin Birgit Schmelz ist Alois’ Cousine. Ansonsten geht es so familiär, gemütlich und stressfrei zu, wie es eben läuft, wenn sich Leute treffen, um die angenehmsten Stunden ihres Lebens miteinander zu verbringen.
Die Formation entstand bei einer Public-Viewing-Veranstaltung in München: Für die Fernsehserie München 7 hatten Schmelz und Andreas Staebler, ein musikalischer Alternativ-Universalist aus Sendling mit dem Künstlernamen G.Rag, den Soundtrack komponiert und zu einem Filmabend ins Kilombo geladen, seinerzeit in der Münchner Au. Es trafen an diesem Abend ein paar Bläser und ein Gitarrist aufeinander und spielten.
Von da an wuchs die Besetzung um ein Banjo, zwei Schlagzeuger, mehrere Klarinetten und Trompeten sowie tieferes Blechgebläse. Wobei als Schlagzeug alle möglichen Schepper-Utensilien herhalten, gern auch mal Aschenbecher-Röhren, wie sie vor Gaststätten und Hotels herumstehen. Man mag kaum glauben, wie fein ein solcher Aschenbecher zum Zwiefachen Arschloch von Leinsiedl klingen kann, wenn er mit Drumsticks behandelt wird.
Eine beachtliche Anhängerschaft hat sich in und um München gebildet. Hier traten die G.Rag und die Landlergschwister seit 2010 auf dem Oktoberfest im Herzkasperlzelt auf und spielten Frühschoppen im Fraunhofer. Da es in diesem Jahr kein Herzkasperlzelt gab, weil der legendäre Wirt Beppi Bachmaier das Zelt nicht bekam, pausierten sie.
Gefragt sind sie inzwischen aber über Bayern hinaus. Die Gage bei ihren bis zu 20 Konzerten pro Jahr liegt irgendwo zwischen drei Ster Holz und 10.000 Euro, dann mit voller Kapelle. Mit zehn bis 17 Mitgliedern kreuzen die Landlergschwister auf – je nach Verfügbarkeit bei anstehenden Auftritten. Viele von ihnen haben als Musiker und in ganz anderen Professionen ja die unterschiedlichsten Verpflichtungen. Zum Beispiel Micha Acher als Teil des Indie-Rock-Projekts The Notwist. Oder Sebastian Meier als Instrumentenbauer und Oberpfälzer Öko-Landwirt. Oder Evi Keglmaier als Komponistin und Zwirbldirn-Mitglied.
»… die große verbindende Kraft der Musik.«
Mutterschiff
Wie es sich für gute Gschwister gehört, gibt es einen Elternteil, das sie besonders verbindet. »Unser Mutterschiff ist das Label Gutfeeling«, sagt Alois Schmelz. Dieser Musikverlag, der im Plattenladen in der Münchner Maistraße 1 beheimatet ist, hat unter seinen circa 80 Veröffentlichungen auch alle sieben Platten von G.Rag und den Landlergschwistern herausgebracht, die neueste erschien Anfang Oktober. Sie heißt Ins Freie. Wie immer wechselt sich auch auf diesem Tonträger Bayerisches mit Internationalem ab: Auf Pretiosen wie den Durl-Schottisch folgt eine Cover-Version von Close To Me der britischen Wave-Band The Cure. Dem Zwiefachen Wespennest, bekannt durch Blaskapelle Josef Pfeffer, lassen die Landlergschwister Stücke wie Koyato aus Trinidad und Sereia Do Mar von Camarao aus Brasilien folgen. International sind sie sowieso mit allen möglichen Musikern verbandelt – bis nach Japan, Südafrika und Auckland in Neuseeland, wo sie mit dem Blues- und Folkmusiker Delaney Davidson befreundet sind. Mit Künstlern wie ihm treffen sie regelmäßig bei der Alien Disko zusammen, einem sagenumwobenen Festival im Münchner Volkstheater.
Bei dieser Alien Disko findet sich ein sehr bunter Haufen Menschen ein, die sich für Musik aus der ganzen Welt begeistern, die so ziemlich alles sein kann. Alles außer kommerzieller Mainstream. Wer die Radio-Sendung Zündfunk auf Bayern 2 kennt: So wie der Zündfunk gemacht ist, so muss man sich das Publikum vorstellen. Ein bisschen Subkultur, ein bisschen experimentell, fast immer nüchtern. Und in diesem Aufgebot an Bands spielen die Landlergschwister den bayerischen Part: traditionell genug, dass es sich eindeutig nach bayerischer Volksmusik anhört, und gleichzeitig lustvoll mit Einflüssen aller Art spielend – von der Neuen Deutschen Welle über Elektro bis zum gepflegten Dixie-Dudeln.
Die Landlergschwister im und vorm Fraunhofer.
Foto: Thomas Pfahler oder Archive Gröller und Schmelz
Klangschätze
Manche Stücke komponieren Mitglieder der Geschwistergemeinschaft selbst. Oder sie graben aus irgendwelchen Archiven verborgene Schätze aus und arrangieren sie neu für ihre Besetzung. Schmelz zum Beispiel fand im Valentin-Musäum einen untergegangenen Landler und möbelte ihn für die neue CD Ins Freie wieder auf. Und Sebastian Gröller durfte schon eigene Nummern schreiben, obwohl er noch vergleichsweise frisch dabei ist. Die Biermösl Blosn – drei echte Brüder übrigens – hat den bayerischen Klangschatz einst übers politische Kabarett in intellektuelle Kreise befördert. Die Landlergschwister spielen sich mit ihrer puren Lust an der Musik in Hipster-Herzen.
»Wir machen, was uns Spaß macht. Und das durch und durch basisdemokratisch. Wie halt Musik im besten Fall sein soll«, sagt Alois Schmelz. So schaffen sie es, dass ihrem Auditorium bei Walzern, Schottischen und Zwiefachen wahre Erweckungserlebnisse widerfahren. Womit wieder mal bewiesen wäre, dass viele Menschen gar nicht wissen, wie Volksmusik grooven kann.
Hochoffiziell
Jetzt sind zwei Landlergschwister ganz offiziell für die bayerische Volksmusikpflege zuständig. Das Engagement fing damit an, dass Alois Schmelz im November 2022 mit seiner Frau Sabine ins Wirtshaus ging. Wenn sie zu ihm heimfahren nach Malching, schauen sie immer beim Wirt z’ Graming am Stadtrand von Altötting vorbei. Da setzte sich ein Mitarbeiter des Landesvereins an ihren Tisch und redete ihn an: »Du bist doch der mit dem Flügelhorn von den Landlergschwistern.« – »Ja.« – »Beim Landesverein ist eine Stelle in der Volksmusik frei. Abteilungsleitung. Da sind jetzt Interessenten gesucht.« Das verfing.
Alois Schmelz war Oberstudienrat für Mathematik und Physik an einem städtischen Gymnasium in München. Er wollte zur Hälfte Lehrer bleiben und zur Hälfte für den Landesverein arbeiten. Also suchte er sich einen Partner. Aber er suchte nicht lang. Ein paar Wochen später bei einer Landlergschwister-Probe fragte er den jüngeren Kollegen Sebastian Gröller: »Sag mal, könntst du dir vorstellen, dass wir miteinander arbeiten?« So ging das an. Wie wichtig es Schmelz ist, sich für die Heimatpflege zu engagieren, belegt seine mutige Entscheidung, seinen sicheren Beamtenstatus zu quittieren.
Die neuen Volksmusik-Chefs beim Landesverein teilen sich ihre Stelle. Nebenbei werden die beiden studieren: Gröller hat sich an der Musikhochschule für ein Tuba-Studium qualifiziert, Schmelz hat sich an der Ludwig-Maximilians-Universität für Musikwissenschaft eingeschrieben.
»Eine Brücke zwischen Vergangenheit
und Gegenwart.«
Heimatpfleger
Bei aller Begeisterung für neue und andere Musikrichtungen ist sowohl Gröller als auch Schmelz bewusst, dass sie jetzt für bayerische Volksmusik zuständig sind, wie sie überliefert ist. Dabei verstehen sie sich als Heimatpfleger, die sich der guten alten Landesvereins-Devise Erhalten und gestalten verschrieben haben. »Für mich ist der Landesverein eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart«, sagt Sebastian Gröller, »er hält Traditionen und Bräuche am Leben und vermittelt sie weiter, damit sie auch in einer globalisierten Welt Platz finden.«
Volksmusik erlebte und lernte er von Kind auf von seinem Vater, der jeden Mittwochabend mit seinem Viergesang in der Stubn probte. »Ich saß oft einfach daneben und habe gelauscht. Auch meine beiden älteren Brüder haben schon musiziert, da konnte ich noch nicht mal eine Trompete halten. Mit Zither und Steirischer haben die beiden mich dann begeistert und dann hat’s nicht mehr lang gedauert, bis ich mir ebenfalls ein paar Instrumente aneignen durfte.« Nach der Schule studierte er Trompete und erwarb einen Bachelor-Abschluss. Und zum Trompeten-Zeugnis soll jetzt eben auch das Tuba-Diplom kommen. Mit seinen Brüdern spielt er heute noch – wenn er mal wieder heimkommt ins Zellertal.
Alois Schmelz’ musikalische Anfänge hängen unmittelbar mit dem Gründergeist von vier Malchingern zusammen, die sich im Jahr 1979 einbildeten, dass sie jetzt eine Blaskapelle gründen. Alle verfügbaren Kräfte wurden rekrutiert – auch der zehnjährige Alois, der weder Noten lesen konnte noch einen Ton aus der Trompete brachte. Ein Instrument schenkten sie ihm, der Ansatz kam mit ein bisschen Üben von selbst. Dann platzierten sie so, dass er Blickkontakt zur Kapelle hatte und sie zu ihm – mit dem Rücken zum Auditorium. Und so spielte der Bub bald das ganze Repertoire mit. Ohne Noten. So wie andere singen, so spielte er seine Trompete. Das Notenlesen kam später dazu. Das Komponieren und das Arrangieren auch.
Der Mathe-Lehrer Schmelz blieb nachmittags gern in der Schule. Er wollte den Kindern und Jugendlichen weitergeben, was er selbst in diesem Alter erlebt hatte: die große verbindende Kraft der Musik. Dieses Weitergeben des Feuers – das ist das gemeinsame Ziel der Doppelspitze im zweiten Stock des Gartenhauses an der Ludwigstraße. Dort arbeiten sie sich ein in ihren neuen Wirkungskreis, von Angesicht zu Angesicht. In ihren ersten Interviews ließen sie verlauten, wie wichtig ihnen Nachwuchsarbeit sei. »Wir haben Glück, dass wir da nicht ganz von vorn anfangen müssen«, sagt Sebastian Gröller, »weil sich da beim Landesverein schon immer viel getan hat. Darauf bauen wir auf.«
Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e.V.
Kontakt beim Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e.V.:
Alois Schmelz und Sebastian Gröller
+49 89 28662915
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