Oberbayerisches Jugendtreffen

Bairisch macht Spaß! Stimmt! – Noch nicht erlebt? Ob erste Tanzschritte oder besondere Tanzformen, ob mehrstimmige Jodler oder freche Gstanzl – das Jugendtreffen im Berghof in Agatharied ist das Richtige für alle, die einmal ein Wochenende lang mit anderen jungen Leuten singen, tanzen und natürlich bis zum Abwinken musizieren wollen. Mitmachen kann jeder zwischen 12 und 25 Jahren, der Spaß am gemeinsamen Singen, Musizieren und Tanzen hat. Auch Neueinsteiger, die in die bairische Musik hineinschnuppern wollen, sind herzlich willkommen.

Berghof Hofer, Berg 112, Agatharied • 12.–14. Februar 2027

Musikantenstammtisch mit Offenem Tanzen

Die Gelegenheit, das Gelernte anzuwenden und Tanzvergnügen zu erleben! Musikanten, die Lust am freien Zusammenspielen haben, sind dazu herzlich eingeladen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Anmeldung und Infos: +49 951 18972105 oder kufa@lebenshilfe-bamberg.de, Leitung: Carolin Pruy-Popp, Martin Hick u. a.

KUFA Kulturfabrik – Kultur für Alle, Ohmstr. 3, Bamberg • Mittwoch, 18. November 2026, 19.00 – 22.00 Uhr

Offenes Singen und Musizieren

Gesungen werden in lockerer Runde schöne Jodler, Wirtshauslieder und zur Jahreszeit passende boarische Lieder. Wer ein Instrument spielen kann, darf dieses gerne mitbringen. Wer vorab üben möchte, kann die Noten mit einer kurzem E-Mail an hackbrett@online.de erhalten. Keine Anmeldung erforderlich. Leitung: Angelika Weber.

Schützen- und Trachtenheim Feldkirchen-Westerham, Schwimmbadstraße 20, Feldkirchen-Westerham • Mittwoch, 18. November und 2. Dezember 2026, 19.30 Uhr

Offenes Singen im Lkr. Fürstenfeldbruck

Alle begeisterten Sänger und jene, die es noch werden wollen, sind zu unserem offenen Singen herzlichst eingeladen. In geselliger Runde werden Volkslieder, bairische Lieder und was sonst gewünscht ist, einstudiert, so dass jeder seine Stimme findet und/oder sich beim Nachbarn einhängen kann. Vorkenntnisse oder Notenkenntnisse sind gar nicht notwendig, um Perfektion geht es am allerwenigsten. Die Freude und die Lust an der eigenen musikalischen Betätigung stehen im Vordergrund. Singleitung: Ingeborg Heining und Brigitte Schäffler. Anmeldung nicht erforderlich!

Kaffeehaus, Am grünen Markt 1, Puchheim • Freitag, 20. November 2026, 19.00 Uhr
Gast- und Tafernwirtschaft Zum Haderecker, Allacher Straße 67, Olching • Mittwoch, 9. Dezember 2026, 19.00 Uhr

Fränkische Online-Singstunden

Auch weiterhin sind alle zu den fränkischen Online-Singstunden eingeladen, den virtuellen volksmusikalischen Hausbesuchen, um Menschen im eigenen Umfeld zum Selber-Singen anzuregen – ob allein, zu zweit, mit der Familie oder mit Freunden. Egal, ob singerfahren oder nicht – alle sind willkommen! Bei Interesse ist eine kurze formlose Anmeldung per Mail erforderlich: fj.schramm@heimat-bayern.de.

Online • Freitag, 27. November, 21. Dezember 2026, 20.00 Uhr

Wirtshaussingen im Alten Simpl

Ein Stück lebendige Münchner Geschichte erwartet die Teilnehmer im Traditionswirtshaus Alter Simpl. Für alte Volksmusikhasen und komplett Ahnungslose, die Lust am Singen haben und in ungezwungener Atmosphäre Münchner Wirtshauskultur erleben und gestalten wollen. Die Teilnahme ist kostenlos. Einfach vorbeikommen und mitsingen. Referent: Severin Onderka.

Alter Simpl, Türkenstraße 57, München • Sonntag, 29. November 2026, 17.00–20.00

Offenes KUFA Singen

Singen ist gesund, hält fit, bewegt die Emotionen und fördert Glücksgefühle. Kurzum: »Sing und es geht dir gut!« In Gemeinschaft singen verbindet und potenziert diese Eigenschaften. Vermittelt werden regionale und regional gewordene Lieder. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Singleitung: Carolin Pruy-Popp.

KUFA Kulturfabrik – Kultur für Alle, Ohmstr. 3, Bamberg • Mittwoch, 2. Dezember, 19.00 – 21.00 Uhr

Gemeinsames Singen und Frühstücken für Alleinerziehende

Gemeinsames Singen, sich austauschen, genüsslich Frühstücken! Winter-, Advents- und Weihnachtslieder werden angeleitet gesungen. Dabei steht die Freude am gemeinsamen Singen im Mittelpunkt. Und wer weiß – vielleicht singt der Nikolaus auch mit? Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist speziell für alleinerziehende Personen und deren Kinder. Singleitung: Carolin Pruy-Popp.

Evang. Familien-Bildungsstätte plus Mehrgenerationenhaus, Ludwigstraße 29, Bayreuth • Samstag, 5. Dezember 2026, 10.00 Uhr

Es ist für uns eine Zeit angekommen

Wir laden mit Liedern und Musik zur Einstimmung auf die Adventszeit ein. Es gibt viele wunderbare Adventlieder, die einfach zu singen und vom Text sehr berührend sind. Die Lieder werden von Benjamin Schmid, Monika Brandner und Katharina Mair begleitet und so kann man gleich mit einstimmten. Pfarrer Ritter von der evangelischen Kirchengemeinde Krumbach öffnet uns wieder die Pforte zur Apostelkirche, ein ganz besonderes Schmuckstück in Krumbach und begleitet uns auch mit geistlichen Impulsen durch diese Abendstunde. Leitung: Dagmar Held und Christoph Lambertz.

Apostelkirche Krumbach, Burgauer Str. 24, Krumbach • Mittwoch, 9. Dezember 2026, 19.00 Uhr

A Guads Neis Johr – Bläsertag

Neujahrsanblasen in München. Lernt mit uns ein paar schöne Stücke am ersten Tag und folgt uns am zweiten mit Gebläse durch die Straßen des belebten Glockenbachviertels im Herzen der Landeshauptstadt. Ein traditionsreiches und zugleich künstlerisches Erlebnis. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung. Die Veranstalter übernehmen bei Unfällen keine Haftung. Wer kein Blasinstrument spielt, aber dennoch gerne dabei sein möchte, kann am Sonntag im Rahmen einer Stadtführung mit Neujahrsanblasen teilnehmen.

Fraunhofer Kulisse, Fraunhoferstraße 9, München • 12.–13. Dezember 2026

»Mir hand bei unsre Schäfla gwacht«

Lieder von Engeln, Schafen und Hirten. Eine kleine Auszeit für alle, die eine Verschnaufpause im vorweihnachtlichen Trubel brauchen. Hinterm gemütlichen Kachelofen bei Loibla und Punsch lässt es sich gut aushalten und singen. Mit Liedern von jubilierenden Engeln und andächtigen Hirten stimmen wir uns auf die letzten Tage vor Weihnachten ein. Leitung: Dagmar Held.

Kreisheimatstube Stoffenried, Ellzee • Dienstag, 15. Dezember 2026, 19.00 Uhr

Weihnachtsliedersingen

Das Weihnachtsliedersingen in der Loretto-Kapelle ist schon eine schöne Tradition geworden. Hier kann man sich mit Allgäuer Weihnachtsliedern auf das Weihnachtsfest einstimmen. Singleitung: Loni Kuisle aus Bad Oberdorf. Die Kapelle ist nicht beheizt, bitte warm anziehen!

Loretto-Kapelle, Bühl am Alpsee, Immenstadt • Mittwoch, 23. Dezember 2026, 17.00 Uhr

Volksmusikalische Familienwoche

Schöner kann man das Neue Jahr nicht beginnen – mit Singen, Musizieren, Tanzen und Theaterspielen. Spielerisch und kreativ kann man so viele Facetten der Volksmusik entdecken. Für Familien ist diese Woche besonders gut geeignet (für Kinder ab dem Kindergartenalter). Zum Musizieren bilden wir kleine Gruppen, die von erfahrenen Referenten betreut werden. Alternativ wird auch eine Tanzgruppe angeboten. Für Kinder ab dem Kindergartenalter, die während der Gruppenarbeiten betreut werden, wird ein eigenes Programm vorbereitet. Leitung: Dagmar Held, Christoph Lambertz und Karl Landherr.

Landvolkshochschule Wies, Wies 20, Steingaden • 2.–6. Januar 2027

»Singen, das ist wunderbar«

Vor zwanzig Jahren haben wir das erste Mal unter diesem Motto zum Chorsingtag eingeladen. Deshalb werden wir eine Auswahl der schönsten Chorsätze der letzten zwanzig Jahre für die Teilnehmer aussuchen. Lieder fürs ganze Jahr, aber natürlich auch Lieder für die anstehende Advents- und Weihnachtszeit warten darauf, dass wir sie gemeinsam zum Klingen bringen. Die leicht singbaren Sätze orientieren sich an der überlieferten Mehrstimmigkeit. Wir freuen uns auf einen klangvollen Tag! Referenten: Benjamin Schmid, Eva Horner und Dagmar Held.

Kloster Holzen, Klosterstr. 1, Allmannshofen • Samstag, 14. November 2026, 9.30 – 17.00 Uhr

Offenes Singen

Bei den Offenen Singen in Straubing sind alle herzlich willkommen, mitzusingen. Hier wird das reiche Liedrepertoire vormaliger Sängerinnen und Sänger wieder lebendig. Im Vordergrund stehen die Lust am miteinander Singen und die damit verbundene Lebensfreude. Singleitung: Franz Schötz, Anita Neuhofer, Erich Gruber. Die Singabende sind kostenfrei. Einfach kommen und mitsingen.

Schützenhaus Straubing, Am Hagen 32, Straubing • Donnerstag, 12. November 2026, 20.00 – 22.00 Uhr

Volksmusik.Session

Singen, Spielen, Tanzen und Ratschen. Alles, was uns Spaß macht. Wir laden ein zum Musikantenstammtisch, bei dem jeder und jede zum Verlauf des Abends beiträgt. Jedes Mal neu, jedes Mal anders. Zur Eröffnung führt eine Gruppe drei Stücke vor, bevor die Session für alle offen ist.

Fraunhofer Kulisse, Fraunhoferstraße 9, München • Mittwoch, 11. November und 9. Dezember 2026, 19.00 Uhr

Zwiefachtanzkurs

Die Besonderheit des Zwiefachen besteht im regel- aber auch unregelmäßigen Wechsel zwischen Dreivierteltakt (Walzer) und Zweivierteiltakt (Dreher). An zwei Übungsabenden wird den Teilnehmern ein Grundgefühl für diesen Taktwechsel vermittelt, so dass auch sie in Kürze einige Zwiefache beherrschen. Anmeldung über die VHS Amberg-Sulzbach. Tanzleitung: Simone Lautenschlager.

Josefshaus, Kolpingstraße 8, Hirschau • Dienstag, 10. November und Donnerstag, 19. November 2026, 19.30 Uhr
Volkstanzkurs für Anfänger

Volkstanzkurs für Anfänger

An vier Übungsabenden lernen Sie erste Grundschritte, die weiter vertieft und gefestigt werden. Beim Tanzabend am 27. November können die erworbenen Tanzkenntnisse ausprobiert werden. Anmeldung über die VHS Amberg-Sulzbach. Tanzleitung: Simone Lautenschlager.

Josefshaus, Kolpingstraße 8, Hirschau • Montag, 2., 9., 16. und 23. November 2026, 19.30 Uhr

TanzFabrik

An drei aufeinander aufbauenden Abenden werden Großtanzformen wie Française, Lanciers oder Polonaise-Figuren vermittelt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Leitung: Carolin Pruy-Popp, Martin Hick u. a., Anmeldung und Infos: +49 951 18972105 oder kufa@lebenshilfe-bamberg.de.

KUFA Kulturfabrik – Kultur für Alle, Ohmstr. 3, Bamberg • Mittwoch, 4. November 2026, 19.00 – 21.00 Uhr

Konzertina-Herbstkurs

Eingeladen sind alle, die das musikantische Spiel auf der Konzertina erlernen oder weiter vertiefen möchten. Ob Gruppenunterricht oder Einzelstunden – Andreas Riedel vermittelt bei vollem Engagement sein Können auf dem Instrument. Mietinstrumente können zur Verfügung gestellt werden. Infos und Anmeldung bei der Beratungsstelle Bad Berneck. Leitung: Andreas Riedel.

Büro der Beratungsstelle für Volksmusik in Franken, Bahnhofstr. 81, Bad Berneck • Donnerstag, 5. November 2026, 16.00 – 17.30 Uhr

Bairische Singstund

Bei der Bairischen Singstund steht das gemeinsame Singen im Mittelpunkt. In gemütlicher Runde erklingen traditionelle bayerische Lieder – mal heiter, mal besinnlich, aber immer mit Herz und Freude. Ganz ohne Notenkenntnisse oder Leistungsdruck geht es darum, altes Liedgut lebendig zu halten und gemeinsam die bayerische Singtradition zu pflegen. Ob Volkslied, Jodler oder Gstanzl – wer gerne singt, ist herzlich eingeladen mitzumachen! Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, einfach kommen und mitsingen.

Pfarrsaal St. Cäcilia, Reichsstraße 11, Regensburg • Donnerstag, 5. November und 3. Dezember 2026, 19.00 – 21.00 Uhr

»Volksmusi måg i«

Junge Volksmusikantinnen und -musikanten zwischen 12 und 25 Jahren sind eingeladen, unter dem Motto Volksmusi måg i ein Wochenende mit Singen, Musizieren und Tanzen zu verbringen. Es gibt so viele volksmusikinteressierte, junge Menschen und in Waldkraiburg kommen sie zusammen. Zielsetzung ist überlieferte bairische Volksmusik in verschiedenen Ausprägungen zu erleben, gesellige Lieder gemeinsam zu singen, erste Tanzschritte und Volkstanzformen kennenzulernen und einzuüben und natürlich auch Kontakte unter Gleichgesinnten zu knüpfen. Unter Anleitung von erfahrenen Referentinnen und Referenten wird mit Blech- und Holz­blas­in­stru­men­ten sowie mit Saiten- und Streichinstrumenten musiziert.

Haus Sudetenland, Keplerweg 2a, ­Waldkraiburg • 6.–8. November2026

Konzertina lernen im Frankenwald/Fichtelgebirge

Eingeladen sind alle, die das musikantische Spiel auf der Konzertina erlernen oder weiter vertiefen möchten. Helmut Spörl, ein erfahrener Konzertinamusikant und Kenner dieses Instruments, betreut die Teilnehmer individuell. Mietinstrumente können zur Verfügung gestellt werden. Die Uhrzeit wird in persönlicher Absprache vereinbart. Leitung und Anmeldung bei Helmut Spörl unter +49 9288 6986. Terminänderungen vorbehalten. Mitveranstalter: Bezirk Oberfranken

Oberfränkisches Bauernhofmuseum, Kleinlosnitz 5, Zell • Samstag, 7. November 2026

Lied, Musik und Tanz in Niederbayern

Singen, Musizieren und Tanzen tut dem Körper und der Seele gut. Nutzen Sie das Niederbayerische Herbstseminar als Zapfsäule für überlieferte Lieder, Musikstücke und Tänze und tanken Sie Ihren Akku wieder auf. Leitung: Simone Lautenschlager und Veronika Keglmaier.

Jugendbildungsstätte Windberg, Pfarrplatz 22, Windberg • 23.–25. Oktober 2026, 13.00 Uhr

Konzertina- und Bandoneonspielertreffen

Konzertina- und Bandoneonspielertreffen

Geboten wird feine, schmissige Konzertina- und Bandoneonmusik in konzentrierter Form. Dieses Treffen ist zu einer der wichtigsten Anlaufstellen für Spieler dieser Instrumente und Interessierte aus ganz Deutschland herangewachsen. Leitung/Koordination: Carolin Pruy-​Popp.

Drossenfelder Bräuwerck AG, Marktplatz 2a, Neudrossenfeld • Sonntag, 25. Oktober 2026, 13.00 Uhr

Konzertina-​Herbstkurs Frankenwald/Fichtelgebirge

Eingeladen sind alle, die das musikantische Spiel auf der Konzertina erlernen oder weiter vertiefen möchten. Helmut Spörl, ein erfahrener Konzertinamusikant und Kenner dieses Instruments, betreut die Teilnehmer individuell. Mietinstrumente können zur Verfügung gestellt werden. Die Uhrzeit wird in persönlicher Absprache vereinbart. Leitung und Anmeldung: Helmut Spörl +49 9288 6986.

Oberfränkisches Bauernhofmuseum Kleinlosnitz, Zell • Samstag, 29. August, 12., 26. September, 10., 24. Oktober und 7. November 2026

Konzertina – lernen und spielen, Bad Berneck

Konzertina – lernen und spielen, Bad Berneck

Eingeladen sind alle, die das musikantische Spiel auf der Konzertina erlernen oder weiter vertiefen möchten. Ob Gruppenunterricht oder Einzelstunden – Andreas Riedel vermittelt bei vollem Engagement sein Können auf dem Instrument. Mietinstrumente können zur Verfügung gestellt werden. Infos und Anmeldung bei der Beratungsstelle Bad Berneck. Leitung: Andreas Riedel.

Büro der Beratungsstelle für Volksmusik in Franken, Bahnhofstr. 81, Bad Berneck • Mittwoch, 16. September, 30. September und 28. Oktober 2026, 16.00 Uhr

Von niederbayerischen Landlergschwistern in München

Von niederbayerischen Landlergschwistern in München

Text: Rudolf Neumaier Fotos: Thomas Pfahler, Archive Gröller und Schmelz

Sebastian Gröller und Alois Schmelz teilen sich ein Büro. Sie haben ihre Schreibtische so eingerichtet, dass sie vis-à-vis sitzen. Beim Leiten einer Volksmusik-Abteilung gilt das Gleiche wie beim Musizieren selbst: Blickkontakt ist immer hilfreich. So bleibt man gemeinsam im Schwung.

Im September hat das Duo Gröller & Schmelz beim Bayerischen Landesverein für Heimatpflege angefangen. Als erste Doppelspitze in der Geschichte des bald 125 Jahre alten Landesvereins. Ihnen deswegen gleich einträchtigste Brüderlichkeit anzudichten, wäre übertrieben, auch wenn sie beide aus Niederbayern und von der eher blechernen Volksmusik stammen und sich gemeinsam beworben haben, um dieses bedeutende Amt, das sie sich als Doppelspitze teilen. Gröller, Jahrgang 1993, kommt aus Arnbruck im Landkreis Regen, der 24 Jahre ältere Schmelz aus Malching im Rottal.

Die Woidbuam mit Sebastian Gröller in jungen Jahren.

Foto: Thomas Pfahler oder Archive Gröller und Schmelz

Gschwister

Dennoch ist verbrieft, dass es sich bei den beiden Herren um Geschwister handelt: Beide gehören der Münchner Musikgruppe G.Rag und die Landlergschwister an. Schmelz war schon bei der Gründung vor genau 20 Jahren dabei, Gröller kam in der Corona-Zeit dazu.

Diese Landlergschwister sind eine außergewöhnliche Truppe in der Volksmusik-Szene. »Ich würde es auch eher als offenes sozialintegratives Musikprojekt bezeichnen«, sagt Alois Schmelz. Eine verwandtschaftliche Beziehung gibt es: Die Klarinettistin Birgit Schmelz ist Alois’ Cousine. Ansonsten geht es so familiär, gemütlich und stressfrei zu, wie es eben läuft, wenn sich Leute treffen, um die angenehmsten Stunden ihres Lebens miteinander zu verbringen.

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Die Formation entstand bei einer Public-Viewing-Veranstaltung in München: Für die Fernsehserie München 7 hatten Schmelz und Andreas Staebler, ein musikalischer Alternativ-Universalist aus Sendling mit dem Künstlernamen G.Rag, den Soundtrack komponiert und zu einem Filmabend ins Kilombo geladen, seinerzeit in der Münchner Au. Es trafen an diesem Abend ein paar Bläser und ein Gitarrist aufeinander und spielten.

Von da an wuchs die Besetzung um ein Banjo, zwei Schlagzeuger, mehrere Klarinetten und Trompeten sowie tieferes Blechgebläse. Wobei als Schlagzeug alle möglichen Schepper-Utensilien herhalten, gern auch mal Aschenbecher-Röhren, wie sie vor Gaststätten und Hotels herumstehen. Man mag kaum glauben, wie fein ein solcher Aschenbecher zum Zwiefachen Arschloch von Leinsiedl klingen kann, wenn er mit Drumsticks behandelt wird.

Eine beachtliche Anhängerschaft hat sich in und um München gebildet. Hier traten die G.Rag und die Landlergschwister seit 2010 auf dem Oktoberfest im Herzkasperlzelt auf und spielten Frühschoppen im Fraunhofer. Da es in diesem Jahr kein Herzkasperlzelt gab, weil der legendäre Wirt Beppi Bachmaier das Zelt nicht bekam, pausierten sie.

Gefragt sind sie inzwischen aber über Bayern hinaus. Die Gage bei ihren bis zu 20 Konzerten pro Jahr liegt irgendwo zwischen drei Ster Holz und 10.000 Euro, dann mit voller Kapelle. Mit zehn bis 17 Mitgliedern kreuzen die Landlergschwister auf – je nach Verfügbarkeit bei anstehenden Auftritten. Viele von ihnen haben als Musiker und in ganz anderen Professionen ja die unterschiedlichsten Verpflichtungen. Zum Beispiel Micha Acher als Teil des Indie-Rock-Projekts The Notwist. Oder Sebastian Meier als Instrumentenbauer und Oberpfälzer Öko-Landwirt. Oder Evi Keglmaier als Komponistin und Zwirbldirn-Mitglied.

»… die große verbindende Kraft der Musik.«

Mutterschiff

Wie es sich für gute Gschwister gehört, gibt es einen Elternteil, das sie besonders verbindet. »Unser Mutterschiff ist das Label Gutfeeling«, sagt Alois Schmelz. Dieser Musikverlag, der im Plattenladen in der Münchner Maistraße 1 beheimatet ist, hat unter seinen circa 80 Veröffentlichungen auch alle sieben Platten von G.Rag und den Landlergschwistern herausgebracht, die neueste erschien Anfang Oktober. Sie heißt Ins Freie. Wie immer wechselt sich auch auf diesem Tonträger Bayerisches mit Internationalem ab: Auf Pretiosen wie den Durl-Schottisch folgt eine Cover-Version von Close To Me der britischen Wave-Band The Cure. Dem Zwiefachen Wespennest, bekannt durch Blaskapelle Josef Pfeffer, lassen die Landlergschwister Stücke wie Koyato aus Trinidad und Sereia Do Mar von Camarao aus Brasilien folgen. International sind sie sowieso mit allen möglichen Musikern verbandelt – bis nach Japan, Südafrika und Auckland in Neuseeland, wo sie mit dem Blues- und Folkmusiker Delaney Davidson befreundet sind. Mit Künstlern wie ihm treffen sie regelmäßig bei der Alien Disko zusammen, einem sagenumwobenen Festival im Münchner Volkstheater.

Bei dieser Alien Disko findet sich ein sehr bunter Haufen Menschen ein, die sich für Musik aus der ganzen Welt begeistern, die so ziemlich alles sein kann. Alles außer kommerzieller Mainstream. Wer die Radio-Sendung Zündfunk auf Bayern 2 kennt: So wie der Zündfunk gemacht ist, so muss man sich das Publikum vorstellen. Ein bisschen Subkultur, ein bisschen experimentell, fast immer nüchtern. Und in diesem Aufgebot an Bands spielen die Landlergschwister den bayerischen Part: traditionell genug, dass es sich eindeutig nach bayerischer Volksmusik anhört, und gleichzeitig lustvoll mit Einflüssen aller Art spielend – von der Neuen Deutschen Welle über Elektro bis zum gepflegten Dixie-Dudeln.

Die Landlergschwister im und vorm Fraunhofer.

Foto: Thomas Pfahler oder Archive Gröller und Schmelz

… oder in großen Festzelten

Foto: Thomas Pfahler oder Archive Gröller und Schmelz

Klangschätze

Manche Stücke komponieren Mitglieder der Geschwistergemeinschaft selbst. Oder sie graben aus irgendwelchen Archiven verborgene Schätze aus und arrangieren sie neu für ihre Besetzung. Schmelz zum Beispiel fand im Valentin-Musäum einen untergegangenen Landler und möbelte ihn für die neue CD Ins Freie wieder auf. Und Sebastian Gröller durfte schon eigene Nummern schreiben, obwohl er noch vergleichsweise frisch dabei ist. Die Biermösl Blosn – drei echte Brüder übrigens – hat den bayerischen Klangschatz einst übers politische Kabarett in intellektuelle Kreise befördert. Die Landlergschwister spielen sich mit ihrer puren Lust an der Musik in Hipster-Herzen.

»Wir machen, was uns Spaß macht. Und das durch und durch basisdemokratisch. Wie halt Musik im besten Fall sein soll«, sagt Alois Schmelz. So schaffen sie es, dass ihrem Auditorium bei Walzern, Schottischen und Zwiefachen wahre Erweckungserlebnisse widerfahren. Womit wieder mal bewiesen wäre, dass viele Menschen gar nicht wissen, wie Volksmusik grooven kann.

Verbrüderung: Eichbergmusi und Landlergschwister.

Foto: Thomas Pfahler oder Archive Gröller und Schmelz

Hochoffiziell

Jetzt sind zwei Landlergschwister ganz offiziell für die bayerische Volksmusikpflege zuständig. Das Engagement fing damit an, dass Alois Schmelz im November 2022 mit seiner Frau Sabine ins Wirtshaus ging. Wenn sie zu ihm heimfahren nach Malching, schauen sie immer beim Wirt z’ Graming am Stadtrand von Altötting vorbei. Da setzte sich ein Mitarbeiter des Landesvereins an ihren Tisch und redete ihn an: »Du bist doch der mit dem Flügelhorn von den Landlergschwistern.« – »Ja.« – »Beim Landesverein ist eine Stelle in der Volksmusik frei. Abteilungsleitung. Da sind jetzt Interessenten gesucht.« Das verfing.

Alois Schmelz war Oberstudienrat für Mathematik und Physik an einem städtischen Gymnasium in München. Er wollte zur Hälfte Lehrer bleiben und zur Hälfte für den Landesverein arbeiten. Also suchte er sich einen Partner. Aber er suchte nicht lang. Ein paar Wochen später bei einer Landlergschwister-Probe fragte er den jüngeren Kollegen Sebastian Gröller: »Sag mal, könntst du dir vorstellen, dass wir miteinander arbeiten?« So ging das an. Wie wichtig es Schmelz ist, sich für die Heimatpflege zu engagieren, belegt seine mutige Entscheidung, seinen sicheren Beamtenstatus zu quittieren.

Die neuen Volksmusik-Chefs beim Landesverein teilen sich ihre Stelle. Nebenbei werden die beiden studieren: Gröller hat sich an der Musikhochschule für ein Tuba-Studium qualifiziert, Schmelz hat sich an der Ludwig-Maximilians-Universität für Musikwissenschaft eingeschrieben.

Alois Schmelz und Sebastian Gröller haben jetzt das Sagen bei der Abteilung Volksmusik des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege.

Foto: Thomas Pfahler oder Archive Gröller und Schmelz

»Eine Brücke zwischen Vergangenheit
und Gegenwart.«

Heimatpfleger

Bei aller Begeisterung für neue und andere Musikrichtungen ist sowohl Gröller als auch Schmelz bewusst, dass sie jetzt für bayerische Volksmusik zuständig sind, wie sie überliefert ist. Dabei verstehen sie sich als Heimatpfleger, die sich der guten alten Landesvereins-Devise Erhalten und gestalten verschrieben haben. »Für mich ist der Landesverein eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart«, sagt Sebastian Gröller, »er hält Traditionen und Bräuche am Leben und vermittelt sie weiter, damit sie auch in einer globalisierten Welt Platz finden.«

Volksmusik erlebte und lernte er von Kind auf von seinem Vater, der jeden Mittwochabend mit seinem Viergesang in der Stubn probte. »Ich saß oft einfach daneben und habe gelauscht. Auch meine beiden älteren Brüder haben schon musiziert, da konnte ich noch nicht mal eine Trompete halten. Mit Zither und Steirischer haben die beiden mich dann begeistert und dann hat’s nicht mehr lang gedauert, bis ich mir ebenfalls ein paar Instrumente aneignen durfte.« Nach der Schule studierte er Trompete und erwarb einen Bachelor-Abschluss. Und zum Trompeten-Zeugnis soll jetzt eben auch das Tuba-Diplom kommen. Mit seinen Brüdern spielt er heute noch – wenn er mal wieder heimkommt ins Zellertal.

Alois Schmelz’ musikalische Anfänge hängen unmittelbar mit dem Gründergeist von vier Malchingern zusammen, die sich im Jahr 1979 einbildeten, dass sie jetzt eine Blaskapelle gründen. Alle verfügbaren Kräfte wurden rekrutiert – auch der zehnjährige Alois, der weder Noten lesen konnte noch einen Ton aus der Trompete brachte. Ein Instrument schenkten sie ihm, der Ansatz kam mit ein bisschen Üben von selbst. Dann platzierten sie so, dass er Blickkontakt zur Kapelle hatte und sie zu ihm – mit dem Rücken zum Auditorium. Und so spielte der Bub bald das ganze Repertoire mit. Ohne Noten. So wie andere singen, so spielte er seine Trompete. Das Notenlesen kam später dazu. Das Komponieren und das Arrangieren auch.

Der Mathe-Lehrer Schmelz blieb nachmittags gern in der Schule. Er wollte den Kindern und Jugendlichen weitergeben, was er selbst in diesem Alter erlebt hatte: die große verbindende Kraft der Musik. Dieses Weitergeben des Feuers – das ist das gemeinsame Ziel der Doppelspitze im zweiten Stock des Gartenhauses an der Ludwigstraße. Dort arbeiten sie sich ein in ihren neuen Wirkungskreis, von Angesicht zu Angesicht. In ihren ersten Interviews ließen sie verlauten, wie wichtig ihnen Nachwuchsarbeit sei. »Wir haben Glück, dass wir da nicht ganz von vorn anfangen müssen«, sagt Sebastian Gröller, »weil sich da beim Landesverein schon immer viel getan hat. Darauf bauen wir auf.«

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Aufmacher-Bild
Sebastian Gröller (re.) mit seinen Brüdern Matthias und Markus

Foto: Thomas Pfahler oder Archive Gröller und Schmelz